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DRK-Sozialwerk Bernkastel-Wittlich

Soziale Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung.

Zukunftswerkstatt Wohnen – DRK-Sozialwerk geht in die Klausurtagung

Das neue Bundesteilhabegesetz wirft seinen Schatten voraus – viele neue Richtlinien sind zu beachten. Um die neuen Bestimmungen im Bereich Wohnen rechtzeitig bis zum Start 2020 umzusetzen, hat das DRK-Sozialwerk bereits Ende August eine Klausurtagung zur Zukunft der Wohnangebote veranstaltet.

Unter Beteiligung aller Ebenen und Bereiche des ambulanten und stationären Wohnens waren sämtliche Bereichs- und Einrichtungsleitungen sowie die Verbundleitungen unter der Moderation von Herrn Martin Zimmer (Gesamtleitung Wohnen - Bildung - Freizeit) und Herrn Christian Harneit-Sequeira (Gesellschaft für angewandte Kommunikation, Trier) geladen und führten eine anregende, engagierte und konstruktive Diskussion zur Zukunft und künftigen Ausrichtung der Wohnangebote. Zunächst wurde die Ist-Situation der einzelnen Bereiche insbesondere die Struktur der Bewohnerinnen und Bewohner (Geschlecht, Alter, Behinderungsbilder) aber auch die Struktur der Bereiche und Einrichtungen kritisch beleuchtet. Hierbei wurden insbesondere die Größen der Zimmer, die Erreichbarkeit der einzelnen Räume in der Wohneinheit für Rollstuhlfahrer, die Qualität der Betreuung u. Pflege, die hauswirtschaftliche Situation, aber auch die Konzepte und die Lage der Einrichtungen und Dienste hinterfragt. Dabei spielten insbesondere auch potenzielle Schwierigkeiten eine zentrale Rolle, um künftig den Anforderungen der neuen Gesetzgebung Rechnung tragen zu können. Oberstes Ziel ist es, die Betreuungsqualität zum Wohle der Menschen mit Behinderungen kontinuierlich zu optimieren.

Auch Themenstellungen wie Vorbehalte in der Akzeptanz durch das Gemeinwesen im Hinblick auf die Realisierung von Inklusion, aber auch die Knappheit von Wohnraum im Kreisgebiet - insbesondere unter der Problemstellung dieser Akzeptanzprobleme wurden beleuchtet. Nach dem neuen Bundesteilhabegesetz, welches sukzessive in Kraft tritt, werden Leistungen zukünftig differenzierter und personenzentrierter erbracht und vergütet. Anstelle eines Pauschalbetrages im s.g. kalendertäglichen Vergütungsversatz werden zukünftig die Leistungen nach Kosten der Unterkunft, Grundsicherung und Fachleistungen der Eingliederungshilfe aufgeschlüsselt. Dementsprechend müssen auch alle Leistungen des DRK-Sozialwerks kritisch hinterfragt, aufgeschlüsselt und neu bemessen werden. Im zweiten Teil der Klausurtagung "Zukunftswerkstatt Wohnen" wurden interessante Vorschläge der Teilnehmer/innen für die Zukunft unter Berücksichtigung der neuen Richtlinien erarbeitet, wie etwa

  •  Gestaltung der Wohnangebote des DRK-Sozialwerks in der Zukunft
  •  Welche Angebote werden für welche Zielgruppe angeboten
  •  Verbesserung der Vernetzung der Teams und der einzelnen Angebote
  •  Welche Optimierungsmöglichkeiten bzw. -bedarfe sehen wir

Nach der Katalogisierung der o.a. Ist-Werte werden weitere Tagungen folgen, um die folgenden Schritte zu erarbeiten und besprechen. Zum Abschluss des Tages wurden noch modellhafte Grundrisse möglicher Wohneinheiten mit einem Höchstmaß an Privatheit und Inklusion (Appartementwohnen im Gemeinwesen) diskutiert, um bei den Planungen und Abstimmungsprozessen mit allen Beteiligten optimale Wohn- und Betreuungskonzepte für die Menschen mit Behinderung erzielen zu können.

12. September 2018 12:37 Uhr. Alter: 70 Tage